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Die Dualität

Tao

Durch die Erschaffung von Raum und Zeit entstand die Erfahrung der Individualität. Durch die bewusste Abspaltung vom Licht der Göttlichen Quelle entstanden die Erfahrungsmöglichkeiten von Gut und Böse, Wahrheit und Lüge, Liebe und Hass mit allen damit verbundenen Schöpfungen des irdischen Leidens bis hin zum Tod. Doch müssen wir leiden? Und warum haben wir uns vom Licht der Göttlichen Quelle getrennt?

Letztendlich dient diese Reise dem Wachstum unseres Bewusstseins, der Evolution unserer Seele, denn wir hatten den Wunsch eine bewusste Wahl zwischen Licht und Dunkelheit, Gut und Böse treffen zu können. Dies konnten wir nur, indem wir eine Erfahrungsmöglichkeit für beide Seiten erschufen. Dies ist der Hintergrund der Geschichte der Vertreibung aus dem Paradis. Den Kindern wurde es langweilig - also fingen sie an, gefährliche Spiele zu spielen und das Undenkbare auszuprobieren - und erschufen damit die Erfahrungsmöglichkeit der Dualität. Doch die Illusion der Abtrennung von unserer Göttlichen Quelle ist und bleibt eine Illusion, ein Traum, den wir verlassen können, sobald wir uns dazu entscheiden, einfach zu erwachen. 

Die Dualität

Die Spaltung als Ursache der Entstehung von Gut und Böse und unser Weg zurück in die Einheit

TaoMittels des Prozesses der Differenzierung erschuf Gott innerhalb seines Selbstes Teilbewusstseine, die in der Lage waren, diskrete Aspekte seines Selbstes und seiner Schöpfungen zu verkörpern. Diese Diskretisierung des Gottes-Bewusstseins ist die Voraussetzung dafür, dass Teile Gottes miteinander in Beziehung treten können. Damit diese Teil-Bewusstseine jedoch auch als scheinbar vollkommen voneinander getrennte, eigenständige „Persönlichkeiten“ auftreten und Schöpfung individuell erfahren konnten, war ein weiterer Schritt erforderlich: Die Erschaffung der Illusion der Trennung, der Dualität.

Nur durch diesen Schritt konnten Teile des Göttlichen Bewusstseins sich selbst als Götter erfahren. Nur durch diesen Schritt war es für die so entstandenen „Götter“ möglich, aus eigenem freien Willen heraus individuelle Schöpfungen zu kreieren. Und nur so konnten sie diese individuell wie kollektiv in ihrer Erfahrung kennenlernen, aus den sich daraus ergebenden Konsequenzen lernen und sich auf der Ebene der allverbundenen Seelen in ihrem Bewusstsein weiterentwickeln.

Um diesen Bewusstseins-Raum der Dualität zu erschaffen, teilte Gott sogar die bis zum kleinsten Aspekt differenzierten Teil-Bewusstseine nochmals. Es war eine Art „Kernspaltung“, in der jeder Aspekt in entgegengesetzte Fragmente aufgeteilt wurde. Und so entstanden die großen Polaritäten „hell- dunkel“, „groß-klein“, „warm-kalt“, „hier-dort“, „rechts-links“, „oben-unten“, „vorne-hinten“, „männlich-weiblich“, „gut-böse“...

Die Erfahrung der Dunkelheit ist nur durch die Leugnung ihres Gegenteils, des Lichtes möglich. Ohne das, was wir als „das Gute“ bezeichnen, hat das, was wir als „das Böse“ bezeichnen keinerlei Bedeutung, keinen Inhalt für uns. Der Begriff „böse“ wäre nur ein leeres Wort; weder die vergleichende Erfahrung von Gut und Böse, noch die bewusste Wahl wären möglich. Ohne 97
Martin Heinz - Das vergessene Handbuch des Lebens das, was „klein“ ist, können wir das, was „groß“ ist nicht als „groß“ wahrnehmen, da das Große immer den relativen Bezug zum Kleinen braucht, um erfahren werden zu können. Ohne die Qualität, die wir als „männlich“ kennen, können wir die Qualität des „Weiblichen“ nicht als „weiblich“ erfassen. Und wir können das Männliche nur im Kontext des Gegenpols „weiblich“ in unserer Erfahrung mit Leben füllen.

An dieser Stelle wird es jedoch für unser tieferes Verständnis essenziell, eine genauere Differenzierung bezüglich der Begriffe „Polarität“ und „Dualität“ vorzunehmen. Beides sind Zweiheiten und innerhalb der Dualität erfahrbar. Wir müssen dennoch beide voneinander unterscheiden, damit wir das Zusammenspiel im Kontext unseres eigenen Seins und damit verbunden die Konsequenzen für die Möglichkeit der „Erschaffung und Erfahrung des Bösen“ wirklich verstehen können.

Polaritäten gibt es innerhalb der Reiche der Relativität auch außerhalb der Dualität: Sie umfassen jeweils zwei gegensätzliche Zustände (Pole) desselben Aspektes, die sich gegenseitig ergänzen und in ihrer Summe zu einem vollständigen Ganzen werden. Die große Polarität männlich-weiblich zählt beispielsweise dazu: Erst mit der Verschmelzung eines männlich ausgeprägten Bewusstseins mit einem weiblich ausgeprägten Bewusstsein entsteht eine Ganzheit, die die Qualitäten beider Pole in sich vereinigt.

Ein weiteres Beispiel der Polarität ist die elektrische Ladung: Der Minuspol beinhaltet einen Überschuss an Elektronen, der Pluspol einen Mangel an Elektronen. Dadurch entsteht eine Anziehungskraft zwischen diesen beiden unterschiedlichen Ladungszuständen, die zum Ausgleich, zur Harmonie strebt. Zwei zusammengehörige Pole erzeugen also immer ein „Spannungsfeld“, das danach strebt, ausgeglichen zu werden. Die Anziehungskraft zwischen diesen beiden Polen sorgt automatisch dafür, dass es zur Vereinigung und somit zum Ausgleich kommt. Verschmelzen diese beiden Pole, so bricht das zuvor von ihnen erzeugte Kräftefeld im Außen zusammen. Werden umgekehrt zwei zusammengehörende Pole auseinandergerissen, so entsteht ein Kraftfeld 98
Martin Heinz - Das vergessene Handbuch des Lebens zwischen diesen beiden Polen, durch das erst ein dynamischer Vorgang (Bewegung, Handlung) möglich wird. Ein Ladungsüberschuss kann nicht existieren, ohne dass irgendwo anders ein entsprechender Ladungsmangel vorhanden ist. Ganz ähnlich funktioniert der Vorgang der Schöpfung: Der EINS-Punkt wird ausgedehnt – und durch dieses so erzeugte Spannungsfeld entstehen Raum, Zeit und Bewegung. Am Ende fällt alles wieder in sich zusammen und alle Erfahrungen werden im EINS-Punkt integriert.

Weitere sich gegenseitig bedingende Polaritäten finden wir beispielsweise im Rhythmus von Tag und Nacht sowie in der Abfolge von Einatmen und Ausatmen. An diesen Beispielen sehen wir, dass sich in den Polaritäten grundlegende Prinzipien der Schöpfungsdynamik zeigen, in denen sich beide Pole immer gegenseitig bedingen, damit ein vollständiges Ganzes oder ein fließender Kreislauf entsteht.

Demgegenüber steht die Dualität. Auch sie beinhaltet Gegensätze, jedoch im Sinn einer „Spaltung“. Spaltung bedeutet, dass ein Bewusstsein sich selbst von einem „wahren“ Teil der Schöpfung abspaltet, diesen ignoriert und damit etwas erzeugt, das im Grunde gar nicht existieren kann. Durch Ignorieren des Lichtes, durch seine Verleugnung im Bewusstsein erfährt das Bewusstsein die Abwesenheit von Licht, die Dunkelheit. Das Bewusstsein hat nun „Dunkelheit“ in seiner Erfahrung erschaffen, obgleich Dunkelheit im Grunde gar nicht existiert (Alles in der Schöpfung ist Licht, ist Gottes-Essenz). Wenn wir die Liebe ignorieren, die uns ein anderer Mensch zukommen lässt, können wir uns einbilden, von diesem Menschen abgelehnt oder sogar gehasst zu werden – obgleich dies gar nicht der Wahrheit entspricht. Wir haben dann die Erfahrung erschaffen, von einem Menschen abgelehnt zu werden, der uns in Wahrheit liebt. Wir können das in unserer Vorstellung so sehr ins Extreme treiben, dass wir jede Aktivität dieser Person „gegen sie auslegen“, um unserer Leugnung ihrer Liebe eine Berechtigung zu geben. Glauben wir an die Dunkelheit, so erschaffen wir Konsequenzen, die wiederum bestimmte Gedanken, Glaubensvorstellungen und Handlungen von uns zur Folge haben, mit denen wir uns gegen die vermeintliche Dunkelheit zur Wehr setzen (im Grunde wissen wir immer noch irgendwo tief in uns, dass die Dunkelheit nicht die letztendliche Wahrheit ist). Wir handeln dann entsprechend eines Kontextes der Dunkelheit, und dadurch erfahren wir tatsächlich Dunkelheit – eine Dunkelheit, die wir jedoch nur in unserer Einbildung erschaffen haben und der wir erst dadurch auch in der äußeren Schöpfung Realität verleihen. Dies deshalb, weil unsere aus dem Glauben an die Realität der Dunkelheit heraus erfolgten Handlungen andere Mitschöpfer von der vermeintlichen Realität der Dunkelheit überzeugen und sie dazu bringen können, dieses „Spiel der Dunkelheit“ mitzuspielen. Gäbe es keine „Mitspieler“, so würde sich die Illusion der Dunkelheit jedoch schnell auflösen.

Wir beginnen zu lügen, weil wir an die Notwendigkeit der Lüge glauben. Außerhab der Dualität ist die Lüge jedoch unmöglich, da wir in jedem Augenblick die absolute Wahrheit kennen und uns nichts verborgen bleibt. Wir beginnen zu täuschen, weil wir glauben, getäuscht zu werden und selbst täuschen zu müssen, um zu überleben. Wir glauben schließlich nicht einmal mehr an das Versprechen des ewigen Lebens – und daher erfahren wir den Tod.

Im Gegensatz zur Polarität beschreibt die Dualität also „Zweiheiten“ im Sinn sich gegenseitig ausschließender Gegensätze, die jedoch nicht zu einem gemeinsamen Aspekt zusammengehören, also nicht „gleichwertig“ sind. 

Innerhalb eines Bewusstseins der Verbundenheit mit Gott und der Einheit mit der ganzen Schöpfung ist es unmöglich, „Böses“ zu tun. Dies ist deshalb so, weil das Böse auf Täuschung und Lüge beruht - im Kern sogar auf der größten (Selbst)Täuschung, dem Glauben, dass wir von Gott und damit von der uns nährenden Quelle getrennt wären. Im Bewusstsein der All- Verbundenheit sind wir uns vollkommen darüber im Klaren, dass wir niemals auf Kosten eines Teils der Schöpfung einen Vorteil erlangen können, da wir so nur uns selbst schaden würden. Somit hat „das Gute“ seine grundlegende Existenz innerhalb der Schöpfung, weil es die Grundlage der Schöpfung ist. LIEBE ist alles, was wahrhaftig existiert. „Das Gute“ braucht also nicht „das Böse“, um zu sein. „Das Böse“ kann jedoch nur in Abwesenheit des „Guten“, in Leugnung des „Guten“ existieren.

Wenn wir auf diese Weise über die von Gott erschaffenen „Erfahrungsmöglichkeiten“ sprechen, müssen wir also immer die verschiedenen Schöpfungsebenen berücksichtigen, innerhalb derer differenzierte Teilbewusstseine Gottes Erfahrungen mit der Schöpfung machen können. Erst innerhalb der Reiche der „Dualität“, der Illusion der Getrenntheit, können auch die tiefsten und letzten Aspekte aller Schöpfungsmöglichkeiten erfahren werden, die wir mit der „Dunkelheit“ und dem „Bösen“ in Verbindung bringen. Und nur durch diese Erfahrung der Dunkelheit konnten wir die Gelegenheit erhalten, uns bewusst (!) für das Licht zu entscheiden. Denn wie sollten wir sonst eine Entscheidung über zwei Wahlmöglichkeiten treffen, von denen wir bis dahin eine gar nicht kannten. Hierzu bedurfte es also einer Ausprägung des Reiches der Relativität, die nur durch die Dualität, die Spaltung in die Illusion der Getrenntheit möglich wurde. Und dies ist auch der „höhere Sinn“, der hinter der Erschaffung des Reiches der Dualität steht: Uns bewusst aus eigenem freien Willen heraus für das Licht, für die Wiedervereinigung und Einheit mit Gott zu entscheiden.

Erinnern wir uns nun nochmals an die grundlegende Eigenschaft Gottes: ALLES IST EINS. Alles ist in Allem enthalten. Wie in einem Hologramm existiert keine Trennung, denn in jedem noch so kleinen Teil ist die Information des Ganzen wieder enthalten. Dies verdeutlicht das Symbol des Tao. Durch die Aufspaltung des Gottes-Aspektes der Geschlechtlichkeit in zwei Pole entstehen die beiden Pole „männlich“ und „weiblich“, die innerhalb der Schöpfungsebene der Dualität als zwei voneinander getrennte Aspekte erfahren werden.

Das TAO-Symbol enthält die zwei ineinander fließenden Qualitäten des YIN, des Weiblichen und des YANG, des Männlichen. Die in beiden Polaritäten in der Gegenfarbe enthaltenen Kreisscheiben symbolisieren die jeweils andere Qualität, welche darin als Potenzial enthalten ist. Das Männliche enthält auch die Information des entgegen gesetzten Pols, des Weiblichen. Das Weibliche enthält auch die Information des entgegen gesetzten Pols, des Männlichen. Die Polaritäten des Weiblichen und des Männlichen stehen dabei nicht alleine für die Geschlechtlichkeit, sondern für jeweils ein umfassendes Prinzip, eine umfassende universelle Qualität.

Selbst wenn beide Polaritäten voneinander getrennt werden, ist in beiden Polen immer noch die Information des jeweils anderen Pols enthalten. Wäre dies nicht so, könnte das Männliche nicht wahrnehmen, dass ihm das Weibliche zur Ganzheit fehlt. Umgekehrt könnte das Weibliche nicht wahrnehmen, dass das Männliche zur Ganzwerdung fehlt. Durch diese Aufteilung des Bewusstseinsraumes in Polaritäten erfahren sich alle in diesem Raum befindliche Bewusstseinsaspekte als voneinander getrennt – und doch streben sie durch die Integration des jeweils fehlenden Aspekts zur Vervollständigung, zur Einheit! Doch erinnern wir uns daran: Dieser Raum ist der Raum eines bestimmten Bewusstseins-Zustandes, der gleichzeitig – simultan – mit allen anderen Bewusstseinszuständen einschließlich des Bewusstseinszustandes des EINS-PUNKTES existiert. Die Erfahrung der Trennung ist also eine Illusion! Selbst die Illusion der Dunkelheit ist auflösbar (erlösbar), weil wir tief in unserem Herzen das Wissen über unser Wahres Sein bewahrt haben. Dieses Wissen offenbart sich uns in dem Augenblick, in dem wir uns dazu entscheiden, wieder zu dem zu werden, wer und was wir wirklich sind: Lichtwesen, Teile des Einen Universellen Göttlichen Bewusstseins!

Erst die Illusion der Dualität ermöglicht es, dass Gott sich selbst in Form individuell agierender Bewusstseins-Einheiten in seiner eigenen Schöpfung erfahren, seine Schöpfung er-leben und sogar den Tod erfahren kann, obgleich das auf der Ebene der letztendlichen Wahrheit gar nicht möglich ist.

Doch auch wenn der inkarnierte Seelenanteil während seiner Reise in die Dualität die Erinnerung an die Einheit mit der Seele verloren hat, vergisst die Seele niemals, dass sie mit ihrem inkarnierten Bewusstseinsanteil verbunden ist. Es findet eine permanente Kommunikation über die Grenzen der Dualität hinweg statt, auch wenn der inkarnierte Seelenanteil dies nicht unbedingt bewusst wahrnimmt. Der Vorgang des „Vergessens“ erfordert ein bestimmtes Maß an „Unbewusstheit“ des Seelenanteils, weil dieser sonst augenblicklich aus der Dualität „aussteigen“ würde. Mit zunehmender Entwicklung des inkarnierten Seelenanteils wird die Kommunikation zwischen der Seele und ihrem in der Dualität „lebenden“ Anteil bewusster, und die Schleier des Vergessens lösen sich auf. Jetzt kann die Seele direkt als verkörperter „Meister“ innerhalb der Dualität operieren und anderen inkarnierten Wesen helfen. Tatsächlich arbeiten die Teil-Bewusstseine Gottes auf allen Schöpfungsebenen zusammen, denn sie sind ja EIN Wesen.

Obgleich das Erleben des Getrennt-Seins für uns sehr realistisch zu sein scheint, ist es dennoch eine Illusion, denn in Wahrheit sind wir nicht getrennt vom Ganzen. Wir sind EINS mit dem gesamten göttlichen Bewusstsein, sogar hier in der „Welt des Physischen“.

Und unsere Reise hat nur einen Sinn und Zweck: In unserem Bewusstsein zu wachsen und schließlich eine bewusste (!) Entscheidung für unsere Rückkehr in die Einheit zu treffen. Diese Wahl geht damit einher, das höchste Ideal der Liebe in all unserem Sein und Tun mit Hilfe der Form (unseres physischen Körpers) zum Ausdruck zu bringen.

Bildquelle: © Martin Heinz

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Gut und Böse - Der Fall aus dem Paradies

TaoGibt es "das Gute" und "das Böse" wirklich? Ist "das Gute" das Gegenteil von "dem Bösen" und ist "das Böse" das Gegenteil von "dem Guten"? Bedingen beide sich gegenseitig, wie das Symbol des Tao es anzudeuten scheint?

Wenn wir dieser Frage nachgehen, müssen wir uns zunächst einmal darüber einig werden, aus welcher Bewusstseinsebene, oder besser gesagt, aus welcher Realitätsebene heraus wir diese Frage betrachten wollen. Je nachdem, von welcher Betrachtungsebene wir ausgehen, werden wir nämlich ganz unterschiedliche und scheinbar einander widersprechende Antworten auf diese Frage erhalten. 

Schauen wir uns zunächst einmal die Ebene des Absoluten an, die Ebene, auf der Gott in seiner reinen Essenz als "Ich bin, das ich bin" residiert. Auf dieser Ebene gibt es nichts anderes, als Gott, Alles ist in seiner Essenz reines Licht und reine Liebe. Alles ist absolut mit allem verbunden - EINS. Auf dieser Ebene gibt es nichts außerhalb von Gott, und daher kann es auch kein "Gegenteil" von Gott, keinen "Gegenspieler" von Gott geben. Anders ausgedrückt: Auf dieser Ebene gibt es nur das Gute im absoluten Sinn. Und die logische Schlussfolgerung daraus ist: Es gibt auch keinen "Teufel".

Insbesondere gibt es keinen Teufel, der in der Lage wäre, auf irgend eine Weise eine Bedrohung für Gott darzustellen, oder der gar einen Endkampf "Gut gegen Böse" anzetteln und diesen womöglich auch noch gewinnen könnte. 

Daraus können wir schließen: Das gesamte Universum, die gesamte Schöpfung ist in absoluter Sicherheit!

Wenn wir uns dies bewusst machen, erkennen wir, dass es auch keine Hölle als "von Gott getrennter Ort absoluter Qual" geben kann, in die Gott die Wesen hineinschickt, die "seinen Geboten nicht gehorchen". Dieser Ort müsste ja wieder außerhalb von Gott sein. 

Noch eine logische Schlussfolgerung, die wir alleine aus gesundem Menschenverstand heraus ziehen können: Wenn Gott im Absoluten ALLES ist, WAS IST, und wenn Gott reine Liebe und reines Licht ist, wie sollte es dann möglich sein, dass es in Gott eine Hölle oder gar einen Ort des Bösen gäbe? Das wäre ja nur möglich, wenn das Böse "in Gott" wäre! Das schließt sich von vorneherein aus. 

Also können wir ganz sicher sein: Im Reich des Absoluten, im sich-absolut-bewussten-Bewusstsein-und-Gewahrsein-Gottes existiert "kein Böses". 

Doch die Sache sieht schon anders aus, wenn wir uns aus dem Reich und Gewahrsein des Absoluten herausbegeben und uns dafür in das Reich der Dualität hineinbegeben. Hier machen wir tatsächlich die Erfahrung, dass es "das Böse" und "das Gute" als zwei Seiten einer Polarität gibt. Oder genauer gesagt: Als zwei Seiten einer Zweiheit.

Differenzieren wir hier: Polaritäten sind zwei einander gegenüberliegende Seiten des selben Aspektes. Zum Beispiel sind "männlich" und "weiblich" zwei Seiten des Aspektes "Geschlechtlichkeit". "Nordpol" und "Südpol" sind zwei Seiten des Aspektes "Magnetismus" oder zwei gegenüber liegende Punkte eines Planeten, die auf der zentralen Drehachse der Eigenrotation liegen. Noch ein Beispiel: "Plus" und "Minus" sind zwei Seiten des Aspektes "elektrische Ladung". "Tag" und "Nacht" sind zwei polare Aspekte des Tagesverlaufes, die sich aus der Rotation eines Planeten in Bezug zu seiner Sonne ergeben. Und es gibt noch relative Polaritäten, z.B. "warm" und "kalt" oder "groß" und "klein", "hell" und "dunkel". Alle diese Polaritäten bedingen sich gegenseitig, weil sie immer in Beziehung zueinander stehen und der eine Pol nicht ohne den anderen sein kann. 

Und was ist nun mit "Gut" und "Böse", "Wahrheit" und "Lüge"?

Beginnen wir bei "Wahrheit" und "Lüge". Auf den ersten Blick haben wir es hier auch scheinbar mit Polaritäten zu tun. Doch wenn wir genau hinschauen, bemerken wir den Unterschied: Die Lüge ist die Verleugnung der Wahrheit. Die Wahrheit ist aber nicht die Verleugnung der Lüge, sondern Wahrheit ist schlicht und einfach die Wahrheit.

Probieren wir es jetzt einmal mit "Gut" und "Böse". Das "Böse" entsteht aus der Verleugnung des Guten, speziell aus der Spaltung, die entsteht, wenn wir das Licht, die Einheit mit Gott und mit allem, was ist leugnen. Indem wir in diese eingebildete Spaltung hineingehen, erzeugen wir überhaupt erst die Ursache, aus deren Konsequenzen sich eine (scheinbare) Notwendigkeit des Bösen ergibt. Die Spaltung, der Glaube des Getrennt-Seins von Gott, ist nicht real, denn es ist schlicht unmöglich, von der Quelle getrennt zu sein; jedoch können wir uns vorstellen, wie es wäre, wenn wir von der Quelle getrennt wären! Solange wir bewusst an unsere Göttlichen Quelle angeschlossen sind, haben wir alles, was wir brauchen. Wir werden von der Quelle selbst getragen und genährt, weil sie unser Schöpfer ist. Wir sind IN DER QUELLE. Doch wenn wir uns von der Quelle abwenden und uns einbilden, dass sie nicht da wäre, DANN bekommen wir ein Problem: Wir sind plötzlich auf uns alleine gestellt und müssen die Energie, die unser Überleben sichert aus anderen Quellen nähren. Wir beginnen daher, um die verbleibende Energie auf allen möglichen Ebenen zu streiten - das Böse ist entstanden aus dem Glauben, dass wir nur so bekommen können, was wir zum Überleben brauchen. 

Das Böse ist also das Gegenteil des Guten; es entsteht aus dem Glauben an die Abwesenheit des Lichtes, die Abwesenheit der Quelle. Schließlich beginnen wir sogar, uns über die Quelle, über Gott zu stellen - mit verheerenden Konsequenzen. Ist das Gute nun das Gegenteil des Bösen? Nein, denn das Gute ist die Essenz allen Seins. Das Gute existiert aus sich selbst heraus und braucht kein Gegenteil, um zu sein. 

Wenn wir uns auf die menschliche Erfahrungsebene innerhalb der Dualität begeben, erleben wir oft, dass die Existenz des Bösen zur Rechtfertigung wird, Böses (Krieg, Vernichtung) anzuwenden, um das Böse zu bekämpfen. Bestimmte New-Age Gruppierungen behaupten sogar, wir müssten das Böse lieben, weil ohne das Böse das Gute nicht möglich wäre! Das ist ein gefährlicher Irrtum, weil es in seinen Schlussfolgerungen Handlungen ermöglicht, die eindeutig nicht das höchste Wohl aller bewirken. Eine solche Auffassung beruht auf einem Bewusstseins-Irrtum, dem Glauben, alles lieben und akzeptieren zu müssen (und dann eben auch das Böse). 

Mit der Aussage, dass wir das Böse umarmen und annehmen sollen, hat es etwas ganz anderes auf sich. Und das hat mit dem ersten Universellen Prinzip, dem Prinzip des Geistes zu tun: Wir können nur etwas erschaffen und in unsere Realität bringen, wenn es vorher als Idee, als Gedanke in uns war. Im Umkehrschluss kann es nichts in unserer Erfahrung, in unserer Welt geben, was nicht auch seine Entsprechung, seinen Ursprung in uns selbst hat. Das bedeutet, dass wir die Erfahrung des Bösen nur dann machen können, wenn wir das Böse auf einer bestimmten Ebene (und sei es in früheren Inkarnationen) selbst mitermöglicht, miterschaffen haben. Beide Seiten der Zweiheit "Gut-Böse" sind also in uns selbst. Lehnen wir "das Böse" ab, indem wir es bekämpfen, so kämpfen wir auf gewisse Weise auch gegen den Teil von uns selbst, der einmal an die Existenz des Bösen geglaubt hat und es damit erst ermöglicht hat. Das heißt: Wir müssen diesen Teil von uns erst einmal annehmen, und das ist nichts anderes, als LIEBE. Der Grund ist ganz einfach: Erst dann, wenn wir das Böse in der Welt als einen Teil von uns selbst erkennen, dessen Ursache wir sind (und sei es im Sinne der kollektiven Schöpfung), übernehmen wir damit auch selbst unseren Teil an Verantwortung für dessen Existenz. Und erst damit kommen wir in die Macht, das Böse zu verändern, indem wir es aufheben. Wir können nur das verändern, was wir selbst (mit)erschaffen haben. 

Dieses Prinzip gilt übrigens auch für unser gesamtes Leben: Nur wenn wir die totale Verantwortung übernehmen, nehmen wir unsere Schöpfermacht an, die Kraft, die wir brauchen, um alles zum Höchsten Wohl für alle einschließlich uns selbst zu verändern. 

Wenn wir die Existenz von Gut und Böse betrachten, müssen wir uns also dessen klar werden, dass diese als Zweiheit nur innerhalb der Dualität, der Illusion der Abgetrenntheit von Gott entstehen konnte. 

Kommen wir zu der Frage, wie wir das Böse auf der Welt "besiegen" können. Tatsächlich können wir das Böse in der Welt nicht "besiegen", weil das Wort "Sieg" impliziert, dass ein Kampf vorausgeht, und das impliziert, dass es überhaupt etwas gibt, gegen das gekämpft und gewonnen (oder verloren) werden kann. Versuchen wir also, das Böse zu besiegen, indem wir es "bekämpfen", bringen wir es erst in die Realität. Wir tun dies, weil etwas zu bekämpfen bedeutet, dass wir es für real halten und dass wir es gleichzeitig als Bedrohung für uns empfinden. Beides ist ein Irrtum, denn im Absoluten, also im Reich Gottes gibt es das Böse nicht, und auch können wir nicht bedroht werden, weil wir als Teil Gottes ewig sind. Kämpfen wir gehen das Böse im Sinne eines Teiles einer Polarität, so "polarisieren" wir: Wir schieben die beiden Pole (oder besser gesagt "Zweiheiten") Gut und Böse auseinander, vergrößern damit die Spannung zwischen Gut und Böse und verstärken somit sogar das Böse. Eine weitere Folge des Kampfes gegen das Böse ist, dass wir uns als "Vertreter des Guten" als machtlos, als ohnmächtig erfahren. Wir gewinnen dadurch sogar den Eindruck, dass - im übertragenen und damit sogar im wortwörtlichen Sinn - Gott "schwächer" ist als der Teufel. Ein Punkt für die "Vertreter des Bösen", die glauben, mehr, größer und mächtiger als selbst Gott zu sein. Tatsächlich können wir das Böse nur auflösen, indem wir es als Produkt einer illusionären Glaubenseinstellung erkennen und gleichzeitig als Teil einer Erfahrung, die wir als Menschen innerhalb der physischen Welt gemacht haben und machen annehmen. Der Kampf hört auf, wenn wir erkennen, dass ein Kampf nicht nötig ist. Dazu braucht es die Wiederherstellung des Bewusstseins, dass wir alle miteinander untrennbar verbunden und EINS sind.

An dieser Stelle möchte ich auf die Vertreibung aus dem Paradies, auf den "Sündenfall", den Fall aus der Göttlichen Einheit eingehen. 

Der Fall aus dem Paradies

Wenn wir uns dessen bewusst werden, dass wir uns innerhalb der Dualität in einer illusionären Spaltung, einer eingebildeten Abspaltung und Abtrennung von Gott, befinden und erst dadurch die scheinbare Notwendigkeit des Bösen als "lebenserhaltende Maßnahme" erschufen, stellt sich uns unweigerlich die Frage, wie dies überhaupt geschehen konnte. 

Nichts in der Göttlichen Schöpfung ist unvollkommen. Nichts Wirkliches kann bedroht werden. "Nichts Unwirkliches existiert. Hierin liegt der Friede Gottes.", so heißt es in "Ein Kurs in Wundern". Und dies bringt es auch wirklich auf den Punkt: Unsere "Erfahrung" der Abgetrenntheit von Gott, des Vertrieben-Seins aus dem Paradies IST eine Illusion. Sie IST unwirklich, nicht real. Wir können nicht bedroht werden, weil wir selbst von Gott erschaffen, eine Idee im Geist Gottes sind, die Gott daher nicht verlassen und niemals von Gott getrennt sein kann. Was für eine schöpferische Idee war es also, die unsere physische Erfahrung in der Dualität überhaupt nur möglich machen konnte? Es war die Frage nach der Erkenntnis von Gut und Böse, das "Essen von den Früchten des Baumes der Erkenntnis". Auf einer Göttlichen Ebene entstand innerhalb der Differenzierung der Schöpfung die Frage, was geschehen würde, wenn wir unseren Göttlichen Ursprung vergessen würden. Würden wir den Weg zurück in die Einheit wieder finden? Würden wir uns an unseren "Vater", an unsere Göttliche Quelle erinnern? Können wir durch dieses "Aventeuer" die Erfahrung machen, uns ganz bewusst für eine Wahl für die Göttliche Einheit entscheiden? Dazu müssten wir jedoch zuerst vergessen, WER WIR SIND, um uns erinnern zu können, WER WIR SIND. Der Fall aus dem Paradis war also unsere eigene Entscheidung, die Erfahrung einer Wahlmöglichkeit, eines Freien Willens machen zu können. Dazu mussten wir die Dunkelheit herbeibeschwören. Dies konnten wir nur, indem wir uns vom alles durchdringenden Licht Gottes abwendeten, die Göttliche Quelle als unseren Ursprung und Lebensgrundlage verleugneten und somit die Möglichkeit der Dunkelheit erschufen. Dunkelheit ist nichts als die Abwesenheit des Lichtes, die Leugnung des Lichtes. Und wir heben sie auf, indem wir uns schlicht und einfach wieder dem Licht zuwenden, die Leugnung Gottes rückgängig machen und uns daran erinnern, WER WIR WIRKLICH SIND. Wir werden so von unbewussten Schöpfern zu bewussten Schöpfern.

Auf einer bestimmten Ebene wurde dieses "Experiment" also von Gott gebilligt, sogar erschaffen (denn nichts kann sein, was nicht auch im Geist Gottes ist). Auf der Absoluten Ebene ist ein Versagen, ein Mißlingen des Experimentes unmöglich, denn wir können uns zwar einbilden, von Gott getrennt zu sein, aber nichtsdestotrotz sind wir immer mit Gott verbunden, mit Gott EINS. 

Wir heben das Böse also auf, indem wir uns an die allumfassende Wahrheit erinnern und diese in unserem physischen Leben verwirklichen, sie wahrhaftig LEBEN. Der Prozess der Vergebung ist ein Teil des Prozesses, der uns wieder in das Göttliche Gewahrsein zurückführt. Das Gesamte ist der Prozess der Sühne im Sinn der Ver-Söhnung, der Erinnerung, dass wir alle Söhne (und Töchter) Gottes und untereinander Göttliche Geschwister sind. Indem wir einander an unsere Höhere Wahrheit erinnern, "erwecken" wir uns gegenseitig und uns selbst aus dem Dornröschenschlaf, aus dem Traum(a) der Trennungs-Illusion.

Das Nicht-Urteilen ist ein Werkzeug auf dem Weg der Rückkehr in das Göttliche Gewahrsein, denn indem wir andere Menschen oder bestimmte Umstände nicht verurteilen, erkennen wir an, dass diese mit uns EINS sind und korrigieren damit die Höhere Wahrheit. Das heißt nicht, dass wir im Physischen nicht handeln müssen, um Unheil oder durch Unbewusstsein erzeugte Realitäten abzuwenden, denn auch unsere Handlungen erinnern unsere "Mitspieler" an die Höhere Göttliche Wahrheit. Es sind also zwei Ebenen, die das Böse aufheben und die Welt erlösen: Die Ebene des Höheren Bewusstseins, auf der wir die Einheit von ALLEM anerkennen, auch den Anteil des Bösen, den wir selbst in unserem Alptraum erzeugt haben, und die Ebene unseres physischen Seins, auf der wir gemäß dem neuen Bewusstsein handeln und damit keine destruktiven Realitäten mehr erschaffen.

Ich wünsche Dir auf Deinem Weg der Bewusstwerdung alles Gute! Und solltest Du auf Deinem persönlichen Weg der Meisterschaft Unterstützung und Hilfe brauchen, bin ich auf Wunsch für Dich da.

Bildquelle: © Martin Heinz

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Himmel, Hölle und das Jüngste Gericht

Nach meinen vorherigen Ausführungen ist Dir deutlich geworden, dass es so etwas wie einen Himmel und eine Hölle, die getrennt von Gott ist, nicht geben kann. Ja, es gibt sie, aber nicht als Belohnung oder Bestrafung für irgend etwas, das wir in irgend einem Leben getan haben, sondern als Konzept und Erfahrung, die wir uns selber aussuchen, die wir selbst erschaffen. 

Im Himmel sind wir, wenn wir uns im Zustand der bedingungslosen, allumfassenden Göttlichen Liebe befinden, wenn wir alles annehmen, EINS sind mit GOTT in unserem Bewusstsein, in allem, was wir glauben, denken und tun. Daraus ergibt sich die ganz reale Möglichkeit, den Himmel auf die Erde zu bringen. Und wir schaffen das, wenn wir uns als Menschheit insgesamt an unseren Göttlichen Ursprung erinnert haben und in Einklang mit der Göttlichen Vollkommenheit leben, wenn wir jeden Gedanken und jede Handlung so ausrichten, dass dies dem Höchsten Wohl aller Lebensformen und der gesamten Schöpfung dient. Dies tun wir, sobald wir erkannt haben, dass alles HEILIG ist.

In der Hölle befinden wir uns, wenn wir unseren Göttlichen Ursprung vollkommen vergessen und in der Illusion der absoluten Trennung leben, wenn wir uns für das Opferdasein entscheiden und jegliche Verantwortung für unser Leben ablehnen, wenn wir die Wirkungsweise der Universellen Gesetze leugnen und ignorieren.

Wir werden auch nicht von Gott verurteilt, denn wie sollte uns Gott dafür verurteilen, dass wir uns gemäß SEINES WILLENS in allen Facetten, in allen Möglichkeiten selbst erfahren. Jedoch haben wir eine Rückschau über unser Leben, in der wir uns und unsere Handlungen und Entscheidungen selbst beurteilen, in der wir mit unserem Gefühl in das Erleben der Menschen hineingehen, dessen Leben wir bereichert oder geschädigt haben. Wir werden uns dadurch darüber bewusst, welche Entscheidungen wir nochmals treffen würden und welche Entscheidungen wir verändern würden, wenn wir dieses Leben wiederholen würden. Wir entscheiden danach mit unserer Seelenfamilie und unseren Geistigen Helfern, wie unser nächstes Leben aussehen wird, welche Umstände es haben wird und welchen Menschen wir erneut begegnen werden, um diesmal bessere Entscheidungen zu treffen, mehr aus der Liebe heraus zu handeln. Diese Selbst-Beurteilung ist das einzige "Gericht", was es geben wird. Denn sonst müsste Gott sich selbst verurteilen.


Zum Abschluss möchte ich nochmals aus dem Buch "Gespräche mit Gott" zitieren:

Was ist die Hölle?

Sie ist die Erfahrung des schlimmstmöglichen Resultats eurer gewählten Optionen, Entscheidungen und Schöpfungen. Sie ist die natürliche Konsequenz eines jeden Gedankens, der mich leugnet oder "nein" sagt zu dem, wer-ihr-seid in Beziehung zu mir.
Sie ist der Schmerz, den ihr durch falsches Denken erleidet. Doch selbst der Begriff "falsches Denken" ist missverständlich, weil es in diesem Sinn nichts gibt, was falsch ist.
Die Hölle ist das Gegenteil von Freude. Sie ist Unerfüllt-Sein. Sie ist das Wissen über wer-und-was-du-bist und das Scheitern, dies zu erfahren. Sie ist weniger, geringer sein. Das ist die Hölle, und für eure Seele gibt es keine schlimmere.
Aber die Hölle existiert nicht an jenem Ort, den ihr euch phantasiert habt, wo ihr einem ewigen Feuer ausgesetzt seid und in einem Zustand immerwährender Qual und Folter dahinsiecht. Was sollte ich damit bezwecken?
Warum sollte ich, selbst wenn ich den außerordentlich ungöttlichen Gedanken hege, dass ihr den Himmel nicht "verdient", das Bedürfnis nach einer Art Rache oder Bestrafung haben, wenn ihr scheitert? Wäre es nicht ganz einfach für mich, mich eurer zu entledigen? Welcher rachsüchtige Teil von mir sollte fordern, dass ich euch einem ewigen, unbeschreiblichen Leiden unterwerfe?
Würde nicht, wenn du darauf "das Bedürfnis nach Gerechtigkeit" antworten solltest, eine einfache Verweigerung der Kommunikation mit mir im Himmel dem Zweck der Gerechtigkeit dienen? Ist denn da auch noch das Hinzufügen unendlicher Pein erforderlich?
Ich sage euch, eine solche Erfahrung nach dem Tod, wie sie eure auf Angst gegründeten Theologen konstruiert habe, gibt es nicht. 

("Gespräche mit Gott - Band 1", S. 72-73)

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Literaturempfehlungen

Im Folgenden findest Du einige Literaturhinweise zu diesem Thema. 

Neale Donald Walsh

“Gespräche mit Gott - Band 1” - Ein ungewöhnlicher Dialog

Goldmann-Arkana, ISBN 3442217864

Neale Donald Walsch war in einer schwierigen Lebensphase, als er anfing, seine "Lebensfragen" niederzuschreiben. Doch plötzlich und unerwartet bekam er die Antworten "diktiert". Gott meldete sich aus seinem Inneren zu Wort, und es entstand dieser wunderbare Dialog, der Antworten auf die brennensten Fragen des Lebens bereit hält.

 

 

 

Neale Donald Walsch

“Gespräche mit Gott - Band 2” - Gesellschaft und Bewusstseinswandel

Goldmann-Arkana, ISBN 3442218381

Der Dialog wird fortgesetzt. Gott gibt hierin Antworten auf Fragen zum Thema Gesellschaft und Bewusstsein. Er betrachtet die Beziehungen des Menschen zu seinen Mitmenschen, zur Umwelt und zum Planeten Erde.

 

 

 

Neale Donald Walsch

“Gespräche mit Gott - Band 3” - Kosmische Weisheit

Goldmann-Arkana, ISBN 3442218519

Im dritten Band fasst Gott die beiden ersten Bände zusammen und hebt die Weisheiten und Botschaften auf den spirituellen Bereich. Wir sind alle EINS. Es gibt keinen Mangel, es gibt nichts, was wir tun müssen. Wir brauchen nur nach unserem Herzen zu leben, vom TUN zum SEIN zu kommen.

 

 

 

Neale Donald Walsch

“Zuhause in Gott” - Das Leben nach dem Tod

Goldmann, ISBN 3442218748

Im vierten Band der "Gespräche mit Gott"-Reihe erfahren wir, was nach dem Tod passiert. Wir bekommen einen Eindruck davon, dass es in Wahrheit nichts anderes gibt, als das LEBEN, und dass  physischer Tod und Geburt nur Schwingungsanpassungen an eine andere Realität bedeuten. Wer dieses Buch gelesen hat, kann wahrhaft keine Angst mehr vor dem Sterben oder dem Leben haben.

 

 

 Helen Schucman, Wiliam Thetford

"Ein Kurs in Wundern"

Greuthof-Verlag, ISBN 3-923662-18-1

(erhältlich über amazon oder direkt beim Verlag)

Ein außergewöhnliches Werk. Es entstand, als Dr. Helen Schucman, Psychologin an der medizinischen Fakultät der Columbia-Universität in New York nach einem Streit mit ihrem Kollegen, Dr. Wiliam Thetford über alternative Wege, liebevoll miteinander umzugehen plötzlich eine Stimme hörte, die sich als Jesus Christus zu erkennen gab und ihr diesen Kurs diktierte.

Er besagt: "Damit Du Frieden hast, lehre Frieden, um ihn zu lernen". Die einfache aber unglaublich schöne Essenz:

Nichts Wirkliches kann bedroht werden.

Nichts Unwirkliches existiert.

Hierin liegt der Friede GOTTES.

 

 

 

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